Startnummern für den Snowboard Weltcup in Carezza ausgelost

"Azzurri" können es kaum erwarten

Karersee - Mit der traditionellen Startnummer-Auslosung für den Parallel-Riesentorlauf hat am Montagabend im Grand Hotel Carezza offiziell die Weltcup-Saison der Snowboarder begonnen. Am Dienstag findet auf der Pra-di-Tori-Piste das erste Rennen dieses Winters statt. Es ist das vierte Mal in Folge, dass der Weltcupzirkus in Carezza gastiert. 

Auch heuer wird, wie schon im Vorjahr, der Parallel-Riesentorlauf im Single-Run-Format ausgetragen. Nach der Qualifikation werden sich die besten 16 Damen und Herren im Finale nur mehr in einem Lauf messen, nach dem der schnellere der beiden Snowboarder in die nächste Runde aufsteigt. Durch dieses Format wird nicht nur die K.o.-Runde härter und dramatischer, auch die Qualifikation gewinnt an Bedeutung, da sich der jeweils Bessere der Zeitläufe den Kurs aussuchen darf.

Die weltbesten Snowboarder sind morgen alle in Carezza. Heute wurden die Startnummern ausgelost. Die Titelverteidiger im Parallel-Gesamtweltcup, die Schweizerin Patrizia Kummer und der Österreicher Lukas Mathis bekamen die Nummer sechs bzw. 15 zugelost. Kummer hat in Carezza im Vorjahr den Riesentorlauf gewonnen, während sich bei den Herren Anton Unterkofler durchsetzen konnte. Der Österreicher startet morgen mit Nummer eins und eröffnet das Rennen gegen seinen Landsmann Alexander Payer. Bei den Damen hat die Burgstallerin Nadya Ochner, im Vorjahr Vierte im Slalom in Carezza, die Nummer eins gezogen. Sie trifft auf die Deutsche Amelie Kober. Die beiden Lokalmatadoren Aaron March und Roland Fischnaller starten hingegen mit den Nummern sechs und zwölf.

Insgesamt sind 13 „Azzurri“ am Start. Bei den Männern sind neben March und Fischnaller noch die Südtiroler Christoph Mick (Nummer 17), Edwin Coratti (20), Hannes Hofer (36) und Daniele Bagozza (52) sowie Mirko Felicetti (21), Maurizio Bormolini (34) und Luca Ponti (39) gemeldet. Bei den Damen nehmen neben Nadya Ochner auch Corinna Boccacini aus dem Friaul (Nummer 26), die Südtirolerin Elisa Profanter (44) und Giulia Gaspari aus Cortina (48) am Rennen teil.

Die Qualifikation beginnt am Dienstag in Carezza um 8.45 Uhr, während die Finalläufe um 12.30 Uhr starten.
BISHER: Weltcupauftakt in Carezza - "Azzurri" können es kaum erwarten
Am Dienstag, 16. Dezember beginnt auf der Pra-Di-Tori-Piste in Carezza mit dem Parallel-Riesentorlauf offiziell der neue Weltcupwinter der Alpin-Snowboarder. Die italienische Nationalmannschaft ist bereit für das einzige Heimrennen in diesem Winter und brennt regelrecht darauf, dass es endlich los geht. 

13 „Azzurri“ werden am morgigen Dienstag beim Heimrennen an den Start gehen. Ursprünglich hätte sich die Snowboard-Elite am vergangenen Samstag im Skigebiet Carezza ein Stelldichein geben sollen, doch aufgrund des Schneemangels im ganzen Land musste der Parallel-Riesentorlauf um einige Tage verschoben werden. Roland Fischnaller und Co. können den Saisonstart kaum erwarten. Der Villnößer selbst stellt allerdings keine allzu großen Erwartungen an das erste Rennen der neuen Saison. Im Herbst wurde bei ihm ein Sehneneinriss im rechten Oberschenkel diagnostiziert, weshalb sich der Südtiroler noch im Trainingsrückstand befindet. „Ich habe erst 15 Tage auf Schnee trainiert und kann mir deshalb nicht allzu viel erwarten. Auf dem Snowboard fühle ich mich wohl und mit der Zeit werde ich mit Sicherheit auch den Trainingsrückstand wettmachen“, so der 34-Jährige. 

Was die Erwartungen betrifft, so hält sich auch Aaron March bedeckt: „Ich denke schon, dass ich für das erste Rennen bereit bin. Vor dem ersten Rennen gibt es allerdings immer viele Fragezeichen. Wir haben uns gut vorbereitet. Hier in Carezza herrschen immer ausgezeichnete Bedingungen. Auch wenn die Temperaturen hoch sind, glaube ich, dass die Pisten bestens präpariert wurden. Morgen werde ich mein Bestes geben und dann werden wir schon sehen, was dabei herauskommt.“

Auf das Heimrennen freut sich auch Lokalmatador Christoph Mick, der im Vorjahr in Carezza im Parallelslalom mit Rang sechs sein bestes Weltcupergebnis feierte. „Es wird mit Sicherheit schwieriger als im Vorjahr. Ich fühle mich nämlich im Slalom wohler, als im Riesentorlauf. Dennoch werde ich mein Bestes versuchen. Druck verspüre ich keinen. Mittlerweile bin ich es gewohnt hier zuhause Rennen zu bestreiten. Der einzige Unterschied zu den anderen Weltcupveranstaltungen ist, dass ich zuhause schlafen darf“, lacht der 26-jährige Welschnofner. Bereit ist auch Edwin Coratti: „Wir haben den ganzen Sommer über hart trainiert. Jetzt ist es endlich soweit. Wir werden sehen wie es läuft und wo wir stehen“, erklärt der Vinschger. 

In der Weltcupmannschaft der Alpin-Snowboarder steht in diesem Jahr erstmals auch Mirco Felicetti aus Moena. „Wir werden wie immer alles geben. In den nächsten vier Tagen erwarten uns drei Rennen. Ich finde das gut, denn sollte ein Rennen nicht nach Wunsch laufen, hat man sofort die Möglichkeit zur Wiedergutmachung. Mich freut auch, dass in diesem Winter erstmals ein Mannschaftsbewerb ausgetragen wird. Ich denke, dass das eine gute Werbung für unseren Sport sein könnte“, meint Felicetti. 

Bei den Damen ruhen die Hoffnungen auf Boccacini und Ochner

Corinna Boccacini, die bei den Olympischen Spielen in Sotschi nur knapp eine Medaille verpasste, hat derzeit mit Knieproblemen zu kämpfen. Davon lässt sie sich allerdings nicht aus der Ruhe bringen: „Ich habe mich so gut es ging auf die neue Saison vorbereitet und bin mit meiner Form zufrieden. Morgen beginnt eine neue Saison. Ich denke nur daran ein gutes Rennen zu fahren, dann wird sich schon zeigen wo wir im Vergleich zur Konkurrenz stehen“. 

Mit viel Selbstvertrauen kommt auch Nadya Ochner zum ersten Rennen der Saison. Im Vorjahr schrammte sie beim Slalom in Carezza als Vierte nur knapp an einer Platzierung in den Top-3 vorbei. „Ein solches Ergebnis zu wiederholen wird schwer, mir liegen die Slalomrennen mehr. Dennoch hoffe ich, mich in dieser Saison auch im Riesentorlauf steigern zu können. Mein Ziel ist es, das Finale der besten 16 zu erreichen, denn ab dort ist alles möglich. Das Rennen findet auf Kunstschnee statt. Ich bin froh, dass wir in der vergangenen Woche im Passeiertal die gleichen Bedingungen vorgefunden haben und uns so bestens auf das erste Rennen vorbereiten konnten“, erklärt die Burgstallerin. 

Carezza auch Austragungsort eines Ski-Europacups

Auf der Pra-Di-Tori-Piste findet in diesem Winter nicht nur ein Snowboard-Weltcup, sondern auch ein Ski-Europacup statt. Im Rahmen der kontinentalen Rennserie wird von Donnerstag, 18. bis Freitag, 19. Dezember ein Riesentorlauf und ein Slalom ausgetragen.
In Carezza fällt morgen der Startschuss zur neuen Snowboard-Weltcupsaison
Der Countdown neigt sich langsam dem Ende zu. Morgen, am Dienstag, 16. Dezember, fällt mit dem Parallel-Riesentorlauf auf der Pra-di-Tori-Piste in Carezza der Startschuss zum Weltcupwinter 2014/15 der Alpin-Snowboarder. 

In Carezza ist (fast) alles bereit für das erste Weltcuprennen der neuen Saison. Die Organisatoren treffen noch die letzten Vorbereitungen, damit einer großartigen Veranstaltung am morgigen Dienstag nichts mehr im Wege steht. Der Startschuss zum Parallel-Riesentorlauf fällt um 8.45 Uhr mit den Qualifikationsläufen. Ab 12.30 Uhr stehen dann die Entscheidungen bei den Frauen- und Männer-Rennen am Programm, die im „Single-Run“-Modus ausgetragen werden. 

Beim ersten Weltcuprennen der Saison haben insgesamt 100 Athleten aus 20 verschiedenen Nationen ihre Teilnahme gemeldet. Die italienische Nationalmannschaft hat mit einem 13-köpfigen Aufgebot Quartier bezogen, in dem unter anderem auch acht Südtiroler stehen. 

Bereits heute findet im Grandhotel Carezza ab 18.00 Uhr die Startnummernverlosung statt. 

Quelle: S├╝dtirolnews.it 15.12.2015