Carezza fiebert dem Weltcup-Opening entgegen

Schneemangel bereitet keine Sorgen

Karersee - Zum vierten Mal in Folge machen die weltbesten Snowboarder kommende Woche im Skigebiet Carezza Station. Der Parallel-Riesentorlauf am Samstag, 13. Dezember, der den Auftakt zur neuen Weltcupsaison bildet, wurde heute im Hotel Laurin in Bozen der breiten Öffentlichkeit vorgestellt.

Südtirols Snowboarder um Roland Fischnaller und Aaron March bereiten sich aktuell im Schnalstal auf das erste Saisonrennen vor, währenddessen laufen die Vorbereitungen rund um die weltcuperprobte Pra-di-Tori-Piste am Karerpass auf Hochtouren. „Im Augenblick herrscht noch klarer Schneemangel, doch in den kommenden Tagen sollen die Temperaturen allmählich sinken. Dann können die letzten Vorkehrungen getroffen werden“, versicherte Rennleiter Georg Eisath bei der Event-Präsentation.

Schneemangel bereitet keine Sorgen
Der Direktor des Skigebiets Carezza gibt sich gelassen: „Wir verfallen nicht in Aufregung. Die Weltcuprennen werden auch in diesem Jahr für Spektakel sorgen.“ Dafür wird auch OK-Chef Andreas Obkircher sorgen. Anders als in den Jahren zuvor, als insgesamt vier Weltcupbewerbe ausgetragen wurden, konzentrieren sich seine Planungen in diesem Winter auf zwei Bewerbe an einem einzigen Renntag. „Zum einen ist dies finanziell die beste Lösung, zum anderen werden unsere unzähligen freiwilligen Helfer so entlastet. Zudem konnten wir unsere Veranstaltung dadurch weiter professionalisieren, sprich noch besser und detaillierter planen“, verrät Obkricher.

Volles Programm am Samstag
Nach der stimmungsvollen Eröffnungsfeier und der Startnummernauslosung am Freitagabend im „Grand Hotel Carezza“ konzentriert sich alles auf den folgenden Samstag, an dem die Snowboard-Elite ihr ganzes Können unter Beweis stellen wird. Für 8.45 Uhr sind die Qualifikationsrennen angesetzt, die rund zwei Stunden dauern werden. Um 12.30 Uhr beginnen hingegen die Finalläufe im Single-Run-Format. Gleich im Anschluss an die Rennen werden die Sieger im Zielraum geehrt, daraufhin findet die Weltcupveranstaltung im eigens errichteten Festzelt ihren Ausklang. „Das gesamte Programm an diesem Tag ist beeindruckend“, schwärmte Welschnofens Bürgermeister Markus Dejori am Rande der Pressenkonferenz in Bozen, „Was die Organisatoren hier jedes Jahr auf die Beine stellen, um den internationalen Spitzensport in unser Skigebiet zu holen, ist aller Ehren wert. Ich kann nur jedem empfehlen, sich vor Ort einen Eindruck von diesem faszinierenden Spektakel zu machen.“

Im vergangenen Jahr holten sich der Österreicher Anton Unterkofler und die Schweizerin Patrizia Kummer im Parallel-Riesentorlauf den Sieg, während im Parallel-Slalom der Franzose Sylvain Dufour und die Kanadierin Caroline Calve die Nase vorne hatten.

Für das italienische Nationalteam zählt der Weltcup in Carezza zu den Saison-Highlights. Beste Erinnerungen an das Vorjahresrennen hat die Burgstallerin Nadya Ochner, die im Parallel-Slalom überraschend den vierten Platz belegte. Bei den Männern ruhen die Hoffnungen unterdessen auf Roland Fischnaller, der bei der Weltcup-Premiere 2011 als Sieger im Parallel-Riesentorlauf vom Podium strahlte. Aber auch die anderen heimischen Snowboarder sind jederzeit für eine Überraschung gut.

Quelle: S├╝dtirolnews.it 03.12.2014